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Wo ein Glühwein den Arbeitstag beschließt

"Gastronomie"

Im dritten Jahr hat das Winterdorf nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Werktags kommt die arbeitende Bevölkerung, am Wochenende die Jugend.


Stimmung im Winterdorf

Feierabend: Um diese Zeit zieht es viele Besucher auf einen Glühwein ins Winterdorf, um mit Kollegen und Freunden noch etwas zu "waafen".

Als das Winterdorf auf dem Kulmbacher Marktplatz vor zwei Jahren erstmals seine Pforten öffnete, war noch mancher Kulmbacher skeptisch und mancher Gastronom hegte Vorbehalte: Wird die Holzhütte auf dem Marktplatz überhaupt angenommen? Und wenn ja, erwächst da nicht eine Konkurrenz zu den umliegenden Gastwirtschaften? Mittlerweile ist das "Haus des Nikolaus" der Fürther Familie Grauberger ein beliebter Treffpunkt geworden. Die Stimmen der Kritiker sind verstummt.

Viele Stammgäste


Es ist noch früh am Abend. Aus der Holzhütte dringt Gute-Laune-Musik. Einige Händler treffen sich auf ein Feierabendbier. Freunde haben sich bei Glühwein um die runden Holztische versammelt. Im Außenbereich steht man bei schummrigem Licht um die wärmenden Öfen. Juniorchef Kurt Grauberger freut sich: "Die Besucherfrequenz ist im Vergleich zu unserem ersten Jahr nicht weniger geworden. Wir haben Stammgäste, die kommen regelmäßig auf eine Tasse Kaffee vorbei oder am Abend auf ein Bier. Mittlerweile kennt man sich, kommt ins Gespräch", sagt der 26-Jährige.

Das Publikum teilt sich in verschiedene Zielgruppen auf. "Unter der Woche sind vor allem Erwachsene hier. Am Wochenende kommt die Jugend, die den Außenbereich bevorzugt", weiß der 26-Jährige. Montag und Dienstag seien im Allgemeinen die schwächeren Tage, sagt Grauberger. Aber am Mittwoch, wenn DJ Rainer Ludwig deutsche Schlager auflegt, ist das Haus voll und Party-Stimmung angesagt.

Dennoch geht es friedlich auf dem Gelände zu. Ob es letztlich daran liegt, dass ständig zwei Security-Leute im Einsatz sind? "Sicher erstickt die Präsenz des Sicherheitsdienstes vieles im Keim. Im Laufe von drei Jahren hat es auf unserer Fläche nie größere Rangeleien gegeben", freut sich Kurt Grauberger über das Verhalten des Publikums.

Dass heuer das Wetter so gar nicht winterlich werden will, schlägt sich seinen Worten zufolge zwar nicht auf den Besuch, aber auf die Getränkeauswahl der Gäste nieder. "Wenn es warm ist, verkaufen wir eher Bier. Da trinkt man erst einen Glühwein und wechselt dann zu einem kalten Getränk", berichtet der 26-Jährige aus Erfahrung. Lieblingsgetränk der "Mädels" ist der selbst gemachte Eierpunsch. Ein weiterer Favorit ist der heiße Caipirinha, gleichermaßen beliebt bei Mann und Frau. Damit die Bewirtung reibungslos klappt, ist im Winterdorf ein Stammpersonal von sechs Leuten im Einsatz.

Finale an Silvester


Dazu kommen acht Aushilfskräfte aus Kulmbach. "Einige sind schon von Anfang an dabei", sagt Grauberger. Und ergänzt: "Wir legen Wert auf gutes Klima unter den Angestellten, das merken auch die Besucher." Das Winterdorf verabschiedet sich heuer mit einer großen Silvesterfeier am 31. Dezember.

Quelle:
- Frankenpost vom 12.12.2009
- Foto: Fölsche

www.frankenpost.de
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