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Zehn Tage staunen und mitmachen

"Weihnachtsmarkt"

Handwerker prägen heuer das Bild auf dem Marktplatz. Ein buntes Rahmenprogramm gibt es täglich.


Neue Wege geht der Tourismus & Veranstaltungsservice (TuV) der Stadt Kulmbach heuer beim traditionellen Weihnachtsmarkt. Deutlich kürzer als in den Vorjahren wird er sein, nämlich nur noch zehn Tage. Dafür soll auf dem Marktplatz vom kommenden Freitag an bis zum vierten Adventssonntag ein straffes, attraktives Programm geboten werden.

Unter Zugzwang


"Wir standen unter Zugzwang", erläutert TuV-Leiter Marc Schnabel die Hintergründe. "Die Fieranten des Marktes waren unzufrieden, weil zu wenig Gäste kamen. Die bisher vierwöchige Dauer während der kompletten Adventszeit musste daher aufgegeben werden".

Mittelfristig soll der Weihnachtsmarkt auch ein einheitliches Erscheinungsbild erhalten. Dafür wurden in diesem Jahr bereits einige neue Buden in einheitlichem Look angeschafft. Zwölf werden heuer insgesamt auf dem Marktplatz aufgebaut. Mit deutlich größerem Angebot im Non-Food-Bereich. Auch dies war einer der Kritikpunkte von Besuchern, die neben Kulinarischem eben Wert auf "typisch Weihnachtliches" legen.

Mehrere im einzelnen eher kleine Maßnahmen sollen die Attraktivität jetzt in der Summe deutlich steigern. Der Luitpoldbrunnen wird dabei zu einem zentralen Bestandteil des Marktes. Mehrere Gruppen der Landfrauen haben ihn weihnachtlich geschmückt.

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr wird eine lebende Krippe dieses Mal zur Dauereinrichtung des Marktes während der kompletten Öffnungszeiten. Von der Buchbindergasse kommend begrüßt die Besucher ein großes zünftiges neues Eingangsportal, das die Schreinerinnung in Zusammenarbeit mit der Berufsschule spendiert. Generell nimmt das Handwerk jetzt einen großen Raum beim Weihnachtsmarkt ein. Kunstschmiede, Holzschnitzer, Seifenzieher und Kerzendreher sind beispielsweise bei ihrer Arbeit zu bestaunen. Bei einigen Vorführungen wird zum Mitmachen eingeladen, etwa beim Weben eines Fleckerlteppichs am vierten Adventswochenende auf einem Webstuhl des Helmbrechtser Textilmuseums.

Lebkuchenhaus entsteht


"Azubi-aktiv" nennt sich ein Gemeinschaftsprojekt, das an den Werktagen nachmittags den Markt belebt. Lehrlinge aus Schreiner-, Spengler- und Heizungsbetrieben der Region und der Jugendwerkstatt Fassoldshof zeigen in Zusammenarbeit mit dem Beruflichen Schulzentrum Kulmbach ihre Künste und bieten ihre Arbeiten zugleich den Marktbesuchern zum Kauf an. Die Bäcker wollen da mit dem Bau eines Lebkuchenhauses am dritten Adventssonntag noch ein besonderes Highlight draufsetzen.

Quelle:
- Frankenpost vom 08.12.2009

www.frankenpost.de
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