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Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair

Zielgruppenorientiert Kultur vermitteln

Aus selbst gemörstem Mehl eigenes Brot backen und dann gemeinsam in der Gruppe genießen: Das soll den Besuchern Lust auf Museum machen.


Herbert Heßlinger hat das alte Backhäusla im Museum wieder aufgebaut.

Herbert Heßlinger hat das alte Backhäusla im Museum wieder aufgebaut.

Eine Kochschule für die "Großen" ist ebenso geplant wie Bereiche für Kinder und Schüler. Der Umgang mit Lebensmitteln und das Wissen darüber ist bei vielen Menschen zunehmend lückenhaft. Vorträge zu halten ist eines, das man tun kann auf dem Weg, Lücken zu schließen. Besser: Das Wissen wird unterhaltsam vermittelt und mit praktischen Erlebnissen vertieft. Das soll für 2,7 Millionen Euro jetzt am Brauerei- und Bäckereimuseum in Kulmbach realisiert werden.

In der Kochschule, berichtet Sigrid Daum, soll für bis zu 40 Personen Gelegenheit zum Mitmachen geboten werden. Beispiele gibt es genug: Wenn eine Sonderausstellung zur Linzer Torte läuft, dann kann man die anschauen, hinterher selbst verschiedene Linzer Torten in der Museumsküche zaubern und sie dann gemeinsam genießen.

Oder warum nicht mal an einer Zeitreise in die Backstuben unserer Vorfahren teilnehmen? Für Kinder zwischen sieben und 14 Jahren ist dieses Angebot gedacht, bei dem es ins alte Ägypten und zu den Römern geht und anschließend werden Getreidebrei, Fladenbrot oder auch Lebkuchen selbst hergestellt. Auf die alte Art natürlich und in der passenden Verkleidung.

Ganz sicher für Schulklassen hochinteressant eine weitere Möglichkeit, die Inhalte des Museums buchstäblich zu begreifen: "Es klappert die Mühle - vom Mörser zur modernen Getreidemühle". Wie viel Arbeit die Menschen früher hatten, aus Korn Mehl zu machen und wie Mehl überhaupt entsteht und was man daraus macht, das erfahren Gruppen hier beispielhaft und praxisnah. Aus dem selbst gemörserten Mehl wird natürlich dann Brot gebacken.

Aktiv mitmachen


Museumspädagogik soll Erwachsenen wie Kindern altersgemäß die Exponate und die Thematik des Museums vertiefen. Dabei beginnt die Kette bei der Führung durch die möglichst lebendig gestalteten Ausstellungen und setzt sich fort in aktiver Betätigung und Einbeziehung der Besucher im Bildungszentrum.

Museumsleiterin Sigrid Daum ist sicher: "Damit bleibt das Museum auch über den ersten Besuch hinaus immer interessant und bietet für jeden, vor allem gerade auch wiederholten Besuch immer neue Entdeckungen und Erlebnisse."

Quelle:
- Frankenpost vom 02.07.2010

www.frankenpost.de
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