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Ausstellung "Busy Girl - Barbie macht Karriere" im Deutschen Zinnfigurenmuseum

Eine Puppe, blond und aus Plastik – diese drei Begriffe genügen, um die bekannteste Puppe der Welt zu beschreiben. Die Barbie-Puppe ist ein Spielzeugklassiker und längst fester Bestandteil auch der deutschen Kulturgeschichte. Dabei ist Barbie mehr als nur ein Spielzeug, denn immer wieder spiegeln sich in ihr und ihrer phantastischen Barbie-Welt die typischen Wertvorstellungen ihrer Zeit wider. Im Vorfeld des 60. Jubiläums der Barbie zeigt das Deutsche Zinnfigurenmuseum die Ausstellung „Busy Girl – Barbie macht Karriere“.


Die Ausstellung, die vom 15. Juli 2018 bis zum 31. März 2019 zu sehen ist, verfolgt den Weg der Barbies von ihren Anfängen bis heute und fragt nach dem Frauenbild und den Klischees, die Barbie verkörpert.

Barbie ist für Viele der klischeehafte Inbegriff des „blonden Dummchens". Dabei ist Barbie, die vom amerikanischen Spielzeughersteller Mattel auf den Markt gebracht wurde, das meist verkaufte Spielzeug aller Zeiten. Sie als Rollenspielzeug und als Identifikationshilfe für Millionen von Kindern und heranwachsenden Mädchen wahrzunehmen, fällt ihren Kritikern trotzdem schwer. Die Ausstellung „Busy-Girl" zeigt Barbie in ihrer Rolle als Vorbild und Zeugin der rasanten beruflichen Entwicklung der Frau in den letzten 50 Jahren: Von der Hausfrau am Herd und Krankschwester, dem Mannequin und der Modedesignerin wurde sie zur Paläontologen, Astronautin und Politikerin. Nachdem Mattel Anfang der 1990er Jahre die Marketingstrategie „We Girls can do anything" gestartet hatte, kandidierte sie 2000 erstmals für die Präsidentschaft der USA.

Aber natürlich steht Barbie auch für die Entwicklung der Mode: Für jeden Beruf und jeden Anlass wurde Barbie mit den passenden Kleidern und Accessoires ausgestattet. Dominierten zu Beginn noch Haute Couture-Schnitte sowie Seide und Brokat ihre Garderobe, bekam sie später grellbunte Kleider aus Synthetik-Stoffen. Auch die glitzernden Disco-Outfits und Designer-Jeans der 1980er Jahre machten vor Barbie nicht halt. Die Ausstellung mit ihren zahlreichen Barbie-Puppen, Häusern und Zubehör ist somit nicht nur etwas für die versierten Sammler, sondern auch für all diejenigen, die am Beispiel Barbie den Frauenbildern und ihren Klischees sowie den modischen Zeitgeist der letzten fast 60 Jahre nachspüren möchten.

Für die Ausstellung und das Konzept sind Karin Schrey und Bettina Dorfmann verantwortlich, die diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zinnfigurenmuseum der Stadt Kulmbach auf der Plassenburg realisierten. Dazu Oberbürgermeister Henry Schramm: „Der Bezug zu Zinnfiguren liegt nahe, waren diese ursprünglich ebenfalls ein beliebtes Spielzeug in Kinderstuben des 18., 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Ich freue mich auf viele junge und junggebliebene Puppen-Mütter und -väter in unserer Ausstellung."

Auch kann die Ausstellung dazu dienen, sich Gedanken zu machen: „Was möchte ich einmal werden?" Die Vielseitigkeit der Berufe wird aufgezeigt. Anhand des sogenannten HDI(Hirndominanz)- Modells kann jeder Besucher testen, wo seine Fähigkeiten und Begabungen liegen.

Bettina Dorfmann ist Barbie-Kennerin und besitzt die größte Barbie-Sammlung weltweit. Karin Schrey ist freie Journalistin und Autorin diverser Sach- und kunstpädagogischer Kinderbücher.

Die Ausstellung wird am 15. Juli um 11:15 Uhr im 5. Stock des Deutschen Zinnfigurenmuseums eröffnet. Nach einer kleinen Einführung führt Bettina Dorfmann durch die Ausstellung. Danach gibt es einen Barbie-Workshop für Klein und Groß in den museumspädagogischen Räumen. Ab 14 Uhr findet ein Schätztermin statt. Jeder kann seine eigene Barbie oder auch eine andere Lieblingspuppe mitbringen und von der ausgewiesenen Expertin im Wert schätzen lassen. Frau Dorfmann ist auch „Puppendoktorin", so begutachtet sie gerne die kleinen oder größeren Blessuren der Lieblingspuppen der Besucher und nimmt diese in ihre „Puppenklinik" mit. Alle Aktionen sind kostenfrei, lediglich der normale Museumseintritt ist zu entrichten. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sind frei.


Quelle:
- Presseservice vom 09.07.2018