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Führungen im Zinnfigurenmuseum - Faszination im Miniatur-Wunderland Kulmbachs

Zinnfiguren üben seit jeher eine besondere Faszination aus: Als „Lernspielzeug“ sollten sie zunächst Kindern die „große weite Welt“ näherbringen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts trat die Zinnfigur ihren Siegeszug in die Kinderzimmer an und war so beliebt wie heute etwa Lego oder Playmobil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt das Spielzeug „Zinnfigur“ eine neue Rolle. Die Figuren wurden realistischer gestaltet und Erwachsene begannen „kulturhistorische Zinnfiguren“ zu sammeln. Damit sollte die Weltgeschichte möglichst exakt dargestellt und an die jeweilige Generation weitergegeben werden.


Genau in dieser Zeit ist das Deutsche Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg Kulmbach entstanden, das heute über 300.000 Einzelfiguren ein Zuhause bietet. Das ist weltweit einmalig! Und erstrecht einmalig ist das gegenwärtig größte dreidimensionale Schaubild der Welt, das es mit über 19.300 einzelnen kleinen Figuren ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat!

„Um alles ausführlich zu betrachten, müsste man zwei Wochen im Museum verbringen", verraten uns die ausgebildeten Gästeführer auf der Kulmbacher Plassenburg. Sie möchten das Auge des Betrachters auf ganz besondere Schätze lenken und zeigen, dass von einer Zeitreise durch die beeindruckende Welt der Zinnfiguren auch heute noch eine besondere Faszination ausgeht.

Aufgrund des großen Interesses hat Herr Oberbürgermeister Henry Schramm angeregt, die Führungen regelmäßig anzubieten. So gibt es an jedem Sonntag bis Oktober die Gelegenheit, Kulmbachs beliebteste Sehenswürdigkeit gemeinsam mit einem Gästeführer zu besuchen.

Los geht´s jeweils um 14:00 Uhr an der Museumskasse auf der Plassenburg. Die Tour dauert zirka eine Stunde und kostet 4 € für Erwachsene, 3 € für Rentner oder Schwerbehinderte (Eintritt inkl. Führung), Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre dürfen kostenlos mitgehen. Bezahlt wird direkt vor Ort an der Museumskasse.


Quelle:
- Presseservice vom 26.06.2018