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„Ein Wirtschaftspreis entsteht“

Ausführungen der Gewinnerin des Gestaltungswettbewerbes Frau Martina Boß

anlässlich der Verleihung des 1. Wirtschaftspreises der Stadt Kulmbach


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrte Geschäftsführung und Mitarbeiter der Firma Roche Kulmbach GmbH,

ich darf Sie herzlich in der Dr.-Stammberger-Halle zur Verleihung des Wirtschaftspreises der Stadt Kulmbach begrüßen.

Bis hier hin war es ein langer Weg.
Mein erster Kontakt mit dem Wirtschaftspreis fand in der Schule statt. Um diese Jahreszeit 2008, Caspar-Vischer-Gymnasium, Leistungskurs Kunst, Verteilung der Facharbeitsthemen. Es gab eine Weile Bedenkzeit und ich entschied mich für „Den geflügelten Merkur - Der Wirtschaftspreis der Stadt Kulmbach“
.
Nach einer kleinen Sitzung, bei der Frau Ingeborg Zapf und Frau Bianca Hahn von der Wirtschaftsförderung der Stadt Kulmbach den Hintergrund des Wirtschaftspreises erläuterten, machte ich mir einige Gedanken und Skizzen.

Ende Juni erhielt ich einen Brief der Stadt, in dem mir mitgeteilt wurde, dass am 25. Juni die Vorstellung der Modelle vor dem Wirtschaftsausschuss stattfinden würde. Mein erster Gedanke: „Problem“! Denn zu mehr als Skizzen und visuellen Modellen war ich nicht gekommen. Also erarbeitete ich, mit großartiger Unterstützung von meinem Lehrer Georg Köstner, an drei langen Nachmittagen zwei Modelle. Gerade rechtzeitig war die Farbe getrocknet und die beiden Entwürfe konnten vorgestellt werden.

Neben meinen beiden Merkurflügeln waren auch noch einige, wirklich richtig gute Modelle von Schülerinnen und Schülern des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums und des Beruflichen Schulzentrums Kulmbach im Rennen.

Nach der Präsentation vergingen bange Wochen.
Doch als ich dann am letzten Schultag von meinem „Sieg“ erfuhr, war ich sehr erleichtert, auch ein bisschen stolz und freute mich auf den nächsten Schritt: das Gießen des Preises. Der Oberbürgermeister Henry Schramm hatte sich den Flügel nämlich in Bronze gewünscht.

So fuhren Frau Zapf, Frau Hahn, Herr Köstner und ich nach Wörth an der Donau zur Kunstgießerei Max Bauer. Wir besprachen die Konstruktion, die Aufstellung, die Sockelgröße und durften die Gießerei besichtigen. Dabei zeigte man uns, was für ein weiter Weg es von einem Entwurf bis zur fertigen Skulptur ist. Vom Anfertigen eines Silikonabdrucks, über die Erstellung der Wachsform bis hin zum fertigen Guss.
Leider konnte der Flügel nicht sofort gegossen werden, denn die Oberfläche des Entwurfs war zu rau. Zu Hause fertigte ich also einen Gipsüberzug an und schickte das Modell zurück in die Gießerei.

Zwei Monate später fuhr ich mit Herrn Köstner erneut zu Herrn Bauer, um die Patinierung zu bestimmen. Für alle, die es nicht wissen: eine Patinierung ist eine chemische Verbindung, die die Farbe der Bronze individuell verdunkelt.

Nachdem die ersten fertigen Merkurflügel in Kulmbach angekommen waren, musste eine passende Gravur gefunden werden. Natürlich nahmen wir auch diese Hürde problemlos. Letzten Endes wurde der Preis im Sitzungssaal des Rathauses den Medien vorgestellt.

Und jetzt sind wir heute hier, um den Wirtschaftspreis der Stadt Kulmbach an die Firma Roche Kulmbach GmbH zu übergeben.
Es ist ein Flügel, ein Attribut des Merkurs, der römische Gott des Handels und der Kaufleute. Er steht für Aufschwung und Erfolg, Dynamik und Aufstieg.
Und genau das wünsche ich dem Unternehmen Roche Kulmbach GmbH, gerade jetzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Ich möchte mich noch recht herzlich bedanken bei der Stadt Kulmbach, bei Herrn Oberbürgermeister Henry Schramm, dem ich auch gerne noch ein Exemplar meiner Facharbeit überreichen möchte, bei Frau Zapf und Frau Hahn von der Wirtschaftsförderung, sowie beim Wirtschaftsausschuss für die Wahl meines kleinen Werkes, bei meinem Schulleiter Herr Klaus Gagel, ganz besonders bei Herrn Georg Köstner für die Unterstützung und bei meiner Mama.

Quelle:
- Martina Boß vom 18.02.2009