Willkommen in Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair & der heimlichen Hauptstadt des Bieres
Kulmbach - Die Markgrafenstadt mit Flair
Startseite> Wirtschaft> Wirtschaftspreis> Entstehung> Skulpturen beflügeln die Fantasie

Skulpturen beflügeln die Fantasie

"Wettbewerb"

Schüler gestalteten Entwürfe für den Kulmbacher Wirtschaftspreis und stellten diese im Rathaus vor. OB Henry Schramm lobte die Kreativität der jungen Leute.

Martina Boß vom Leistungskurs Kunst des Caspar-Vischer-Gymnasiums hat zwei Skulptur-Entwürfe für die Gestaltung des Kulmbacher Wirtschaftspreises eingereicht. Ihre Arbeiten haben den geflügelten Merkur zum Thema.

Die Stadt möchte einen Wirtschaftspreis schaffen,mit dem sie ihre Unternehmen auszeichnet. Wie dieser Preis aussehen soll, darüber haben sich Schüler mehrerer Schulen im Rahmen eines von der Stadt ausgeschriebenen Gestaltungswettbewerbs Gedanken gemacht. Ihre Entwürfe stellten die jungen Leute am Mittwochabend im Rathaus den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses vor – und beeindruckten Oberbürgermeister Henry Schramm und die Stadträte mit ihren innovativen Ideen und deren zum Teil recht aufwändigen Umsetzung in Zeichnungen und Skulpturen.

Wie soll der Kulmbacher Wirtschaftspreis aussehen? Die Teilnehmer haben ihren Ideen Form gegeben und dabei mit den unterschiedlichsten Materialien gespielt.

Unternehmen streben aufwärts

Besonders viel Zeit und Mühe hat Martina Boß vom Caspar-Vischer-Gymnasium in das Projekt investiert. Die 17-Jährige aus der zwölften Klasse hat sich das Thema für ihre Facharbeit im Leistungskurs Kunst ausgewählt und machte bei der Vorstellung der Entwürfe am Mittwoch den Anfang. Gleich zwei Prototypen hatte sie mitgebracht, die vomBildnis des geflügelten Merkur, des Gottes der Händler und Kaufleute, inspiriert sind. Der Flügel stehe symbolisch für Dynamik und Aufschwung, so die Schülerin.

Für das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium beteiligte sich eine ganze Reihe von Schülern der 11. Klasse, die im Kunstunterricht mit ihrer Lehrerin Silke Weber an der Realisierung des Projekts gearbeitet haben. Katrin Wagner hat eine Skulptur erarbeitet, die einen aus seiner Schale herausbrechenden Keim zeigt. Diese entwächst einem Sockel aus dunklem Holz – dem Grundpfeiler des Unternehmens, auf dem die Pflanze gedeiht.

Kunstlehrerin Silke Weber vom Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium stellte dem Wirtschaftsausschuss den Entwurf ihrer Schülerin Christina Gnatzi vor.

Symbole für Dynamik und Vielfalt

Johannes Hübner stellt sich einen Pokal vor, der aus einer massiven Säule mit aufwärts strebendem Pfeil besteht. Verena Gödrich benutzte als Symbol für Wachstum verschiedene schlanke Stäbe, Leopold Zeitler Kugeln, Michael Jurkart eine Säule mit einer Schraube. Einen Blütenkelch aus Metall, gefüllt mit verschiedenen Stoffen, präsentierte Lukas Gieger, der damit die Vielfalt der Gewerbe andeutet, die den Wirtschaftsstandort aufblühen lässt. Weitere Modelle und Zeichnungen zeigten Annika Blum, Johannes Hohlweg, Christian König und Christina Gnatzki.

Lehrer Werner Geister stellte sechs verschiedene Entwürfe von Schülergruppen aus seiner zwölften Klassen der Fachoberschule vor. „Die fliegende Plassenburg“ war hier ebenso zu bestaunen wie ein „aufsteigender Ast“ und eine bildliche Umsetzung des Themas „Wandelbar“.

Ganz spontan haben sich Schüler der Jungarbeiterklasse am Beruflichen Schulzentrum entschlossen, zwei Entwürfe aus massivem Holz anzufertigen, obwohl sie sich nicht zum Wettbewerb angemeldet hatten.

Schulleiter Wolfram Müller kam gerne der Bitte der Schüler nach, ihre Skulpturen zu präsentieren, und der Wirtschaftsausschuss nahm die Vorschläge erfreut entgegen: Es handelt sich um eine Hand, die eine Weltkugel trägt, und eine wohlproportionierte, stabile Säule.

Die Vertreter der Stadtratsfraktionen im Wirtschaftsausschuss lobten den Ideenreichtumder Schüler und die Mühe, die sie in das Projekt investiert haben. „Leider werden wir nur einen Vorschlag tatsächlich umsetzen können“, bedauerte OB Henry Schramm, doch er versprach, dass alle Teilnehmer für ihr Engagement belohnt werden.

Der Wettbewerb im Überblick

Ausschreibung Bereits im Dezember 2007 lud die Stadt alle Grund- und Hauptschulen sowie die weiterführenden Schulen, das Berufliche Schulzentrum und die AWO Förderschulen ein, sich am Wettbewerb zu beteiligen.
Erstes Treffen Für alle interessierten Schüler gab es im Januar ein Treffen im Rathaus, bei dem die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt, Ingeborg Zapf, sie gemeinsammit den Schulleitern und Lehrern über die dem Wettbewerb zugrunde liegende Idee und die Anforderungen an die Gestaltung des Preises informierte. Da das Thema sehr anspruchsvoll ist, sollten die Schüler Zeit bis Juni bekommen, um ihren Ideen eine Form zu geben.
Beurteilung Nach der Vorstellung der Skulptur-Entwürfe durch die Schüler im Wirtschaftsausschuss bleiben die Schaustücke sowie die begleitenden Zeichnungen und erläuternden Texte zur Bewertung bei der Stadt Kulmbach. Bis September wird die Jury entscheiden, welche Idee für den Wirtschaftspreis verwirklicht wird.

Quelle:
- Bayerische Rundschau vom 27.06.2008
- Fotos: Dagmar Besand