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60 Jahre Amnesty International - eine Vortragsreihe oberfränkischer Volkshochschulen

MIT MENSCHLICHKEIT FÜR DIE MENSCHENRECHTE - 60 JAHRE AMNESTY INTERNATIONAL

-Eine Vortragsreihe oberfränkischer Volkshochschulen-

Der Einsatz von Peter Benenson für zwei portugiesische Studenten 1961, die in einem Café in Lissabon auf die Freiheit anstießen und dafür inhaftiert wurden, war der Beginn von Amnesty International. Seitdem setzt sich Amnesty - unabhängig von Regierungen, Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen - auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für eine Welt ein, in der die Rechte aller Menschen geachtet werden.

Die große Stärke von Amnesty liegt im freiwilligen Engagement von mehr als sieben Millionen Mitgliedern, Unterstützerinnen und Unterstützern in über 150 Ländern.

Natürlich möchten wir das Jubiläum mit Ihnen feiern, aber ebenso daran erinnern, dass die Menschenrechte und die weltweite Menschlichkeit mehr denn je entschlossen verteidigt werden müssen.

Deshalb wollen wir Sie im Herbst-/Wintersemester mit einer Vortragsreihe zum Thema Menschenrechte sensibilisieren, informieren und vielleicht auch motivieren, selbst aktiv zu werden.

Nach den Vorträgen wird es genügend Zeit geben, eigene Fragen zum Thema zu stellen.
Anmeldungen sind bei der jeweiligen Volkshochschule möglich.
Die Vorträge finden online über Big Blue Button statt. Den Link zur Veranstaltung erhalten Sie rechtzeitig vor Kursbeginn.

Amnesty International wird 60 - Zwischenbilanz

Vortrag der Volkshochschule Bayreuth Stadt

Heute blickt Amnesty international auf sechs Jahrzehnte der Arbeit für den Schutz und die Durchsetzung der Menschenrechte zurück – ehrenamtlich geführt, parteipolitisch neutral, interkulturell und unabhängig. In dieser Veranstaltung werden die Erfahrungen und die Entwicklung der Organisation unter die Lupe genommen, die Arbeitsweise von Amnesty wird erläutert und die Wirkung der neuen internationalen Standards zum Schutz der Menschenrechte analysiert.

Sa, 02. Oktober 2021, 18:00 Uhr
Referent: Herr Urs M. Fiechtner
Anmeldungen über: https://www.vhs-bayreuth.de/

Aktuelle Fragen des Flüchtlingsschutzes

Vortrag der Volkshochschule Fichtelgebirge

Vor 70 Jahren (28.7.1951) ist die Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) verabschiedet worden. Sie stellt einen Meilenstein für den Schutz von Flüchtlingen dar, da sie erstmals Flüchtlingen und Asylsuchenden Rechte gegenüber Staaten gewährt. So darf eine Zurückweisung nur dann erfolgen, wenn in einem fairen und effektiven Verfahren entschieden worden ist, dass die Kriterien für die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht vorliegen. Gegen diesen Grundsatz des internationalen Flüchtlingsrechts verstoßen leider zahlreiche Unterzeichnerstaaten, darunter auch Mitgliedstaaten der EU. Zurückweisungen an den Außengrenzen der EU ohne Durchführung eines fairen Verfahrens sind an der Tagesordnung. Zurückschiebungen in Staaten wie Libyen, in denen Migranten und Asylsuchende menschenrechtswidrig behandelt werden, finden weiterhin statt. Die zivile Seenotrettung wird behindert und kriminalisiert. Deshalb ist es wichtig, dass die EU und auch Deutschland sich zur Einhaltung der GFK bekennen. Auch in Deutschland gibt es Mängel im Asylverfahren. Zudem werden Abschiebungen nach Afghanistan der dortigen Menschenrechtssituation nicht gerecht. Auch die Aufhebung des Abschiebungsstopps nach Syrien verkennt die Menschenrechtssituation in diesem Land.
Im Vortrag wird auch auf weitere aktuelle Themen zum Flüchtlingsschutz eingegangen.

Mi, 13. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Referent: Herr Wolfgang Grenz
Anmeldungen über: https://www.vhs-fichtelgebirge.de/

Giganten der Überwachung - Gefährden Facebook und Google die Menschenrechte?

Vortrag der Volkshochschule Bamberg-Land

Das Internet ist für die Wahrnehmung unserer Rechte unentbehrlich geworden. Milliarden von Menschen haben keine andere Wahl, als diesen öffentlichen Raum zu den von Facebook und Google vorgegebenen Bedingungen zu nutzen. Dabei verletzen die großen Internetkonzerte nicht nur das Recht auf Privatsphäre, wie die Amnesty-Studie "Surveillance Giants" zeigt, sondern gefährden auch die demokratische Teilhabe der Menschen. Wie funktionieren die Geschäftsmodelle von Google und Facebook? Wird unsere Privatsphäre ausreichend geschützt und kann man die Unternehmen zur Verantwortung ziehen? Welche Schritte plant Amnesty zu diesem Thema?

Mi, 27. Oktober 2021, 19:00 Uhr
Referentin: Frau Irmhild Bauer
Anmeldungen über: https://www.vhs-bamberg-land.de/

Klimagerechtigkeit - mit Menschenrechten aus der Krise

Vortrag der Volkshochschulen Pegnitz und Kronach

Die Klimakrise ist eine Menschenrechtskrise, die nahezu alle Menschenrechte ihr bedroht. Ganz besonders betroffen sind die sogenannten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte, zum Beispiel das Recht auf Wohnen, Nahrung, Wasser oder einen angemessenen Lebensstandard. Erst seit kurzem werden allerdings werden die beiden Themengebiete, Klimakrise und Menschenrechte, vermehrt zusammen gedacht. Warum ist das so und welche Potentiale und Herausforderungen bietet ein menschenrechtsbasierter Ansatz, um in einer sich dramatisch erwärmenden Welt Gerechtigkeit zu erkämpfen? Der Vortrag gibt Antwort auf diese Fragen.

Do, 18. November 2021, 19:00 Uhr
Referent: Herr Jakob Nehls
Anmeldungen über: https://www.vhs-pegnitz.de/ oder https://www.vhs-kronach.de/

Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Vortrag der Volkshochschule Kulmbach

Trotz weitreichender Errungenschaften von Frauenrechtsbewegungen weltweit stehen die Menschrechte von Frauen und Mädchen unter enormem Druck. Immer wieder gibt es Bestrebungen diese einzuschränken und Menschrechtsverteidigerinnen zum Schweigen zu bringen. Nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie ist uns bewusst, welche strukturellen Ungleichheiten, Diskriminierungen und Formen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen bestehen. Der Vortrag gibt einen Überblick über Menschrechtverletzungen an Frauen, die wichtigsten Konventionen und Resolutionen für deren Bekämpfung und Einblicke in die aktuellsten Aktionen von Amnesty International zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.2021).

Mi, 24. November 2021, 19:00 Uhr
Kurs-Nr.: 21H410701
Referentinnen: Judith Treiber und Pauline-Sophie Dittmann

Diskriminierung von LGBTI in Osteuropa

Ein Vortrag der Volkshochschule Forchheim

Der Workshop wird auf aktuelle diskriminierende Gesetzgebung und Praktiken gegen LGBTI-Personen in Osteuropa eingehen und die Effekte auf die Betroffen erläutern. Der Fokus wird hier auf Ungarn und Polen liegen.
Gerade in Ungarn beobachten wir in den letzten Jahren eine enorme Verschlechterung der Lage von LGBTI. Gesetze vom Dezember 2020 und Juni 2021 diskriminieren LGBTI klar und stellen einen erheblichen Angriff auf die Menschenrechte der Community dar.
Amnesty International setzt sich dafür ein, dass diese Gesetzte zurückgenommen werden und fordert auch von der Europäischen Kommission sich für die Rechte von LGBTI in Europa einzusetzen.

Mi, 01. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Referent: Nicolas Meier
Anmeldungen über: https://www.vhs-forchheim.de/

Struktureller Rassismus und White Savior Complex

Ein Vortrag der Volkshochschule Bamberg Stadt

Ein Blick auf die Geschehnisse der letzten Jahre wie der rechtsterroristische Anschlag in Hanau im Februar 2020, der Anstieg an alltäglichen Rassismus im Kontext der Covid-19-Pandemie gegenüber ostasiatisch gelesenen Menschen, der gewaltsame Tod von George Floyd durch die Polizei in den USA und die mehrfache Aufdeckung von Chat-Gruppen mit rassistischen Inhalten als auch rechtsradikalen Netzwerken in der nationalen Polizei zeigen, dass Rassismus global und vor allem auch in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin ein existierendes Gesellschaftsphänomen darstellt, welches das Leben marginalisierter und rassifizierter Menschen beeinflusst und gefährdet. Im nationalen Diskurs wird Rassismus jedoch vor allem auf individueller, zwischenmenschlicher Ebene (also als Resultat individueller politischer Einstellungen und ‚Vorurteile‘ gegenüber als migrantisch kategorisierten Personen gesehen und auf moralisch zu verurteilende Handlungs-weisen reduziert) verortet und als extreme Randerscheinung behandelt, was seinem Charakter als soziales Ordnungssystem nicht gerecht wird.
Um Rassismus verstehen und bekämpfen zu können, muss Rassismus als ein strukturelles Phänomen, das über einen gesamtgesellschaftlichen Wirkmechanismus verfügt und parallel dazu mit anderen Diskriminierungskategorien (z.B. Sexismus, Klassismus, Adultismus, Ableismus, Feindlichkeit gegenüber der LGBTQIA*-Community, etc.) eng verwoben vorliegt (Intersektionalität). Eine Strategie im Kampf gegen den strukturellen Rassismus mit all seinen neuen und perfideren Ausprägungen könnte die kritische Selbstreflexion darstellen. Diese Methodik umschließt neben das über sich selbst reflektieren ebenso die Betrachtung der Strukturen, die uns hervorgebracht haben. Macht ist hierbei ein sehr bedeutender Faktor, den wir im Rahmen unseres Vortrags beleuchten möchten. Hierfür soll sich konkret mit der Thematik des White Savior Complex (dt.: weißer Retter*innenkomplex) auseinandergesetzt werden.
„Der von Teju Cole geprägte Begriff „White Savior Complex“ beschreibt ein Phänomen, nach dem sich weiße Menschen aus dem Globalen Norden dazu berufen fühlen, in Ländern des Globalen Südens Entwicklungs-, Aufklärungs- oder Hilfsarbeit zu leisten“ (Brückenwind 2020, o.S.). Was viele Menschen durch vermeintlich gute, altruistische Absichten dazu bewegt , sich zu engagieren, erfolgt in der Regel ohne Befassung mit den Hintergründen herrschender Dominanzkulturen oder Ursachen für Missstände und führt schließlich zur Reproduktion von einem unterlegenen, mitleiderregenden Bild von Gesellschaften im globalen Süden. Wie kritische Auseinandersetzung hierzu aussehen kann und wie und wo v.a. finanzielle Ressourcen sowie Freiwilligenarbeit wirklich helfen können, wird im Vortrag ebenfalls thematisiert.

Mi, 08. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Referentinnen: Mitglieder der Themenkoordinationsgruppe Antirassismus von Amnesty International Deutschland (Monty, Fari und Nhi) in Zusammenarbeit mit einer Selbstorganisation
Anmeldungen über: https://www.vhs-bamberg.de/