Kommunales Denkmalschutzkonzept: Hohes Interesse von Seiten der Bürgerschaft am KDK
Die Stadt Kulmbach hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege ein Kommunales Denkmalkonzept (KDK) erarbeitet. Die Ergebnisse dieses Konzepts wurden in der Volkshochschule vorgestellt.
Rund 70 Anwohnerinnen und Anwohner, Eigentümer sowie Interessierte folgten der Einladung – ein deutliches Zeichen dafür, welch hohe Bedeutung die Themen Denkmalschutz und Denkmalpflege in Kulmbach haben.
Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack begrüßte die Anwesenden und hob die Bedeutung des Kommunalen Denkmalkonzepts als wichtige Planungsgrundlage für die Stadt Kulmbach hervor. Franziska Haas vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unterstrich die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten.
Im Rahmen des Kommunalen Denkmalkonzepts wurden beziehungsweise werden mehrere Module erarbeitet. In Modul 1 erfolgte zunächst eine umfangreiche Bestandsaufnahme durch den denkmalpflegerischen Gutachter Sebastian Gulden. Dabei wurde für einen großen Teil der Stadt Kulmbach die historische Bausubstanz erfasst, untersucht und analysiert.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen wird derzeit das Modul 2 durch das Büro plan&werk aus Bamberg erarbeitet. Ziel ist es, Bereiche und Gebäude mit besonderem Handlungsbedarf zu identifizieren. Anschließend werden Entwicklungslinien, konkrete Maßnahmen und Projektideen formuliert. Das Modul umfasst zudem die Analyse bestehender Defizite sowie funktionaler und städtebaulicher Missstände. Der Abschluss des Moduls ist für Ende 2026 vorgesehen.
Zu möglichen zukünftigen Maßnahmen zählen unter anderem ein Kommunales Förderprogramm für Sanierungen, ein Solarrahmenplan zur denkmalverträglichen Integration von PV-Anlagen in Ensembles sowie Voruntersuchungen und Machbarkeitsstudien für besonders gravierende Problemlagen bei Einzeldenkmälern.
In Modul 3 steht die Umsetzung konkreter Einzelprojekte für besonders bedeutsame Gebäude im Mittelpunkt. Mit Unterstützung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege soll es der Stadt Kulmbach, aber auch privaten Bauherren, ermöglicht werden, beispielsweise Machbarkeitsstudien, Voruntersuchungen oder Aufmaße durchzuführen.
Die Ergebnisse des Moduls 1 stehen auf www.kulmbach.de unter dem Bereich "Bauen und Wohnen" sowie "Denkmalschutz" bereits zum Download zur Verfügung. Nach Abschluss wird dort auch das Modul 2 veröffentlicht.
Textquelle: Städtisches Bauamt Kulmbach, Pressestelle Stadt Kulmbach.
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