Neue Drehleiter offiziell im Dienst – Blaulichtgottesdienst im Feuerwehrzentrum Kulmbach – Investition stärkt Sicherheit und Einsatzfähigkeit
Mit einem Blaulichtgottesdienst und der anschließenden Segnung ist im Feuerwehrzentrum Kulmbach die neue Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kulmbach offiziell eingeweiht und in Dienst gestellt worden. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und den Rettungsorganisationen sowie Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus Kulmbach und der Partnerstadt Saalfeld nahmen an der Veranstaltung teil.
Der Vormittag begann mit einem musikalischen Auftakt und einem Gottesdienst, den Pfarrer Christian Alexander Schmidt gestaltete und in dessen Rahmen die neue Drehleiter gesegnet wurde. Im Anschluss begrüßte Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack die Gäste und würdigte die Bedeutung der Neuanschaffung für die Sicherheit der Stadt und die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr.
Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack betonte: „Bei aller Technik und allen Zahlen, die mit einem modernen Feuerwehrfahrzeug verbunden sind, steht letztlich der Mensch und seine Sicherheit im Mittelpunkt.“ Die neue Drehleiter sei deshalb weit mehr als ein neues Fahrzeug: Sie sei eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und zugleich in die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Kulmbach.
Die Anschaffung beläuft sich insgesamt auf rund 1,15 Millionen Euro. Auf Fahrgestell und Aufbau entfallen 1.119.688 Euro, weitere 35.413 Euro auf die Beladung. Einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung leisten der Freistaat Bayern und der Landkreis Kulmbach. Die Regierung von Oberfranken unterstützt die Beschaffung mit 307.000 Euro, der Landkreis Kulmbach beteiligt sich mit rund 730.000 Euro. Den verbleibenden Anteil trägt die Stadt Kulmbach.
Oberbürgermeister Dr. Hartnack bezeichnete die Investition als gut angelegtes Geld. Im Einsatzfall müsse gewährleistet sein, dass die Feuerwehr über die notwendige und bestmögliche Technik verfüge, um schnell, sicher und wirkungsvoll helfen zu können. Zugleich dankte er allen, die an der Beschaffung und Umsetzung beteiligt waren – in den Verwaltungen, den politischen Gremien und insbesondere bei der Feuerwehr.
Besonders hob der Oberbürgermeister die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner hervor. Sie investierten ihre Freizeit, trainierten und übten regelmäßig, übernähmen Verantwortung und rückten im Ernstfall aus, um anderen Menschen zu helfen. Dies verdiene „unseren größten Respekt und unsere Anerkennung“, so der Oberbürgermeister.
Auch die technischen Eigenschaften der neuen Drehleiter standen im Mittelpunkt seiner Ausführungen. Besonders für Kulmbach von Bedeutung sei die Niedrigflurbauweise mit separat zuschaltbarer Hinterachslenkung. Gerade in der Altstadt mit ihren engen Straßen und Gassen könne das Fahrzeug dadurch besser manövriert werden und auch unter schwierigen räumlichen Bedingungen eingesetzt werden.
Mit der neuen Drehleiter werde die Einsatzkraft der Feuerwehr nachhaltig gestärkt. Zugleich sei die Anschaffung ein klares Signal für die kommenden Jahre: Die Stadt Kulmbach stehe zu ihrer Feuerwehr und werde den abwehrenden Brandschutz konsequent weiterentwickeln. Dazu gehörten moderne Fahrzeuge und eine zeitgemäße Ausstattung ebenso wie Investitionen in Feuerwehrgebäude und gute Rahmenbedingungen für die Einsatzkräfte.
Eine moderne Feuerwehr sei immer Teil eines starken Netzwerks, betonte Dr. Ralf Hartnack. Im Ernstfall müssten viele Zahnräder ineinandergreifen – und genau dieses Zusammenspiel funktioniere in Kulmbach sehr gut.
Zum Abschluss wünschte der Oberbürgermeister der neuen Drehleiter allzeit sichere Fahrt und den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr stets eine glückliche Hand bei ihren Einsätzen. Das Fahrzeug möge viele Jahre zuverlässig seinen Dienst tun und den Einsatzkräften ein wichtiger und sicherer Helfer sein.
Auch Landrat Jonas Gleich stellte die Bedeutung der neuen Drehleiter heraus. „Eine moderne und gut ausgestattete Feuerwehr ist ein wichtiger Baustein für den Brandschutz und damit für die Sicherheit der Menschen in unserem Landkreis“, betonte er. „Deshalb war es für uns selbstverständlich, die Stadt Kulmbach bei der Beschaffung der neuen Drehleiter deutlich zu unterstützen. Mit einem Kreiszuschuss von mehr als 730.000 Euro leisten wir als Landkreis einen wesentlichen Beitrag zu dieser wichtigen Investition. Die neue Drehleiter stärkt damit nicht nur den Brandschutz in der Stadt Kulmbach, sondern kommt bei Bedarf auch im gesamten Landkreis zum Einsatz. Die Beschaffung des neuen Fahrzeugs ein gutes Beispiel für das enge Zusammenwirken von Stadt, Landkreis und Freistaat“, so Gleich abschließend.
Auch der Freistaat Bayern unterstützt die Beschaffung der neuen Drehleiter. Bayerns Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel würdigte die Investition und die Arbeit der Feuerwehr Kulmbach: „Mit dem neuen Drehleiterfahrzeug erhält die Feuerwehr Kulmbach modernste Technik: Der vollautomatische Korb mit Gelenk fährt bis auf 23 Meter Höhe und dank zuschaltbarer Hinterachslenkung kommt das Fahrzeug selbst in die engen Gassen der Kulmbacher Altstadt. Der Freistaat unterstützt diese lebensrettende Investition in die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger mit rund 307.000 Euro. Unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner leisten tagtäglich Außergewöhnliches: Mit Mut, Können und großem persönlichem Einsatz stehen sie ihren Mitmenschen in Notlagen zur Seite und geben ihnen Schutz und Sicherheit. Für diesen unverzichtbaren Dienst gebührt ihnen mein größter Respekt und mein herzlichster Dank!“
Die Einweihung machte zugleich deutlich, dass erfolgreiche Gefahrenabwehr nur im Zusammenspiel verschiedener Organisationen möglich ist. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Kulmbach waren auch Vertreterinnen und Vertreter von Malteser, Polizei und weiteren Rettungsorganisationen bei der Veranstaltung vertreten.
Besonders sichtbar wurde die Verbundenheit der Feuerwehren durch die Teilnahme von Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr der Kulmbacher Partnerstadt Saalfeld. Die Begegnung unterstreicht die enge Verbindung zwischen den beiden Städten und die Bedeutung von Kameradschaft und gegenseitiger Unterstützung über kommunale Grenzen hinweg.
Nach dem offiziellen Teil versammelten sich die Beteiligten zu einem Foto an der Drehleiter und an dem ebenfalls neuen CBRN-Erkunder. Das Erkundungsfahrzeug des Bundes steht in Kulmbach für chemische, biologische sowie radiologische und nukleare Gefahren zur Verfügung. Anschließend klang die Veranstaltung bei Musik der Stadtkapelle Kulmbach, einem Essen und einem gemütlichen Beisammensein aus.
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