Runder Tisch zur Zukunft der Kieswäsch: Viele Fachrichtun-gen und Nutzergruppen bringen ihre Expertise ein
Wie kann die Zukunft des Naherholungsgebiets Oberauhof bzw. der Kieswäsch nach dem Fischsterben Ende August nachhaltig und langfristig gestaltet werden? Diese Frage stand bei einem Runden Tisch im Mittelpunkt, zu dem Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack am Montagvormittag ins Rathaus eingeladen hatte.
Ziel des Gesprächs war es, die unterschiedlichen fachlichen Erkenntnisse und Erfahrungen der vergangenen Wochen zusammenzuführen, die Ereignisse rund um das Fischsterben gemeinsam zu analysieren und vor allem erste Überlegungen für Maßnahmen zur langfristigen Sicherung und ökologischen Stabilisierung der Kieswäsch anzustellen.
Der Einladung von Dr. Ralf Hartnack folgten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Behörden, Wissenschaft und Nutzergruppierungen sowie weitere mit der Kieswäsch und dem Naherholungsgebiet Oberauhof befasste Akteure. Auch Vertreter der Politik und der Stadtverwaltung nahmen an dem Austausch teil.
Damit kamen bewusst unterschiedliche Perspektiven zusammen: von der Gewässerökologie und Wasserwirtschaft über Fischerei, Landwirtschaft und Naturschutz bis hin zu den Menschen und Organisationen, die die Kieswäsch als Naherholungsgebiet nutzen oder dort tätig sind.
Im Mittelpunkt des Runden Tisches stand zunächst eine gemeinsame Betrachtung der Ereignisse Ende August. Die damalige kritische Sauerstoffsituation und das damit im Zusammenhang stehende Fischsterben hatten deutlich gemacht, wie sensibel das Ökosystem der Kieswäsch reagieren kann.
Die Beteiligten waren sich einig, dass Expertisen aus den einzelnen Fachbereichen systematisch zusammengeführt und für die weitere Entwicklung des Gewässers genutzt werden sollen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wie auf eine akute Verschlechterung der Wasserqualität reagiert werden kann. Vielmehr soll untersucht werden, welche Rahmenbedingungen für einen langfristig stabilen ökologischen Zustand der Kieswäsch notwendig sind.
„Wir haben heute nicht den Anspruch gehabt, für jede Frage sofort eine fertige Antwort zu finden“, so Dr. Hartnack. „Wichtig war zunächst, das vorhandene Wissen zusammenzubringen und gemeinsam festzulegen, welche Fragen wir weiter untersuchen müssen. Genau hier setzen wir jetzt an.“
Die Stadt Kulmbach wird den begonnenen Austausch gemeinsam mit den beteiligten Behörden, Organisationen und Nutzergruppen fortsetzen.
Textquelle: Pressestelle, Stadt Kulmbach.
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