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Stadt Kulmbach ehrt verdiente Persönlichkeiten: Medaillen für herausragendes Engagement – Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack würdigt Einsatz für das Gemeinwohl

Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich für andere einsetzen und ihre Heimat aktiv mitgestalten, standen im Mittelpunkt des Ehrungsabends der Stadt Kulmbach. Im festlichen Rahmen verlieh die Stadt in der Dr.-Stammberger-Halle sechs Stadtmedaillen an Hans Beyer, Helga Kern, Werner Kintzel, Rita Reuschlein, Maximilian Türk und Bernd Winkler. Mit der Silbernen Bürgermedaille wurde Brigitte Angermann, Geschäftsführerin des Klinikums Kulmbach, ausgezeichnet. Die Ehrungen erfolgten auf Beschluss des Stadtrates und würdigen herausragende Verdienste um die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger.


Dritter Bürgermeister Simon Moritz begrüßte die Geehrten, ihre Familien und Begleitungen sowie die zahlreichen Ehrengäste. Unter ihnen waren Bezirkstagspräsident, Ehrenbürger und Altoberbürgermeister Henry Schramm, Ehrenbürger Hans Albert Ruckdeschel, Landrat Jonas Gleich, Landrat a. D. Klaus Peter Söllner und die stellvertretende Landrätin Christina Flauder. Moritz betonte, dass eine Stadt weit mehr sei als die Summe ihrer Einrichtungen, Gebäude und Infrastruktur: „Eine Stadt lebt von den Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, Verantwortung übernehmen und unser Leben aktiv mitgestalten.“ Mit der Ehrung wolle Kulmbach diesen Einsatz sichtbar machen und den Menschen danken, die sich in besonderer Weise für die Gemeinschaft engagieren.


Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack würdigte die Leistungen der sieben Persönlichkeiten und unterstrich die Bedeutung des ehrenamtlichen und beruflichen Engagements für die Zukunft der Stadt. Sein Dank galt zugleich allen Mitwirkenden, die den festlichen Abend ermöglicht hatten.


In seiner Festrede stellte Dritter Bürgermeister Simon Moritz die unterschiedlichen Lebenswege der Geehrten in den Mittelpunkt. Sie alle verbinde die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, anderen Menschen zu helfen und die Heimat mitzugestalten – häufig über Jahrzehnte hinweg und ohne große Aufmerksamkeit für die eigene Person. Mit Blick auf das bekannte Motto „Tue Gutes und rede darüber“ machte Moritz deutlich, wie wichtig es sei, solche Leistungen öffentlich anzuerkennen: „Wenn diejenigen, die Gutes tun, selbst nicht darüber reden, dann übernehmen wir das heute für sie.“


Hans Beyer wurde für sein langjähriges Engagement im Kulmbacher Tierheim und im kulturellen Leben der Stadt geehrt. Mit großer Sorgfalt und fachlicher Kompetenz unterstützt er die Buchhaltung des Tierheims und bringt sich auch unmittelbar in die Betreuung der Tiere ein. Darüber hinaus prägte er über Jahrzehnte als Leiter des Kulmbacher Kammerorchesters und als aktiver Musiker die örtliche Musiklandschaft. Sein Einsatz verbindet Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft und kulturelle Leidenschaft.


Helga Kern erhielt die Stadtmedaille für ihren jahrzehntelangen Einsatz für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Fast 30 Jahre lang engagierte sie sich im Seniorenbeirat der Stadt Kulmbach. Als Gründungsmitglied des Hospizvereins, bei der Kulmbacher Tafel, im „Café Klatsch“ und in der Alzheimer Gesellschaft setzt sie sich für Menschen ein, die Unterstützung und persönliche Zuwendung benötigen. Mit ihrer Aufklärungsarbeit zum Thema Demenz hilft sie Betroffenen und Angehörigen, Orientierung und geeignete Hilfsangebote zu finden. Ihr Wirken steht für Mitgefühl, Solidarität und gelebte Menschlichkeit.


Werner Kintzel wurde für seine außergewöhnlichen Verdienste um den Sport, die Jugendarbeit und das Vereinsleben ausgezeichnet. Seit 1970 ist er als Übungsleiter beim TSV Melkendorf aktiv. Gemeinsam mit seiner Frau gründete er 1971 die Gymnastikabteilung und wirkte auch am Aufbau der Tennisabteilung mit. Darüber hinaus engagierte er sich beruflich und ehrenamtlich für junge Menschen, unter anderem im Kreisjugendring und im Förderverein Fassoldshof. Als Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der Treble Tappers Kulmbach prägte er zudem die Entwicklung des Stepptanzvereins. Sein jahrzehntelanger Einsatz zeigt, wie Sport und Vereinsarbeit Menschen zusammenbringen und Gemeinschaft stärken.


Rita Reuschlein erhielt die Stadtmedaille für ihr kreatives und herzliches Engagement, mit dem sie seit Jahrzehnten Freude und Gemeinschaft in Kulmbach stiftet. Vor mehr als 50 Jahren rief sie den traditionellen Osterhasenbesuch in der Hahnsreuth ins Leben, der bis heute Generationen von Kindern und Familien begeistert. Auch im Seniorenbeirat und bei der Seniorenweihnacht bringt sie sich mit persönlichen Beiträgen und selbst gehäkelten Engeln ein. Mit dem von ihr gegründeten AWO-Herzclub schuf sie im AWO-Ortsverein Kulmbach einen regelmäßigen Treffpunkt für Begegnung und Austausch. Darüber hinaus unterstützt sie mit selbst gebastelten kleinen Bierkrügen gegen Spende die Benefizaktion „Sternstunden – Wir helfen Kindern“. Ihr Engagement verbindet Tradition, Kreativität und soziales Verantwortungsgefühl.


Maximilian Türk wurde für seinen langjährigen Einsatz beim Bayerischen Roten Kreuz und im Katastrophenschutz geehrt. Bereits während seiner Schulzeit engagierte er sich im Schulsanitätsdienst; seit 1999 gehört er der BRK-Bereitschaft Kulmbach an. Im Laufe der Jahre übernahm er zahlreiche verantwortungsvolle Funktionen, unter anderem als Kreisbereitschaftsleiter und Beauftragter für den Katastrophenschutz. Seit 2020 ist er Örtlicher Einsatzleiter des Landkreises. Er wirkte am Aufbau des Katastrophenschutzzentrums in Kulmbach mit und brachte seine Erfahrung auch bei der Bewältigung der Corona-Pandemie, bei Einsätzen im Ahrtal sowie bei der Unterstützung von Geflüchteten ein. Sein Engagement steht für fachliche Kompetenz, Einsatzbereitschaft und gelebte Solidarität.


Bernd Winkler erhielt die Stadtmedaille für seine langjährige Arbeit als Historiker und Heimatforscher. Als Leiter der Kulmbacher Gruppe des Colloquium Historicum Wirsbergense trug er mit Archivrecherchen, Vorträgen und Veröffentlichungen dazu bei, die Geschichte der Region lebendig zu halten. Besonders hervorzuheben ist sein umfangreiches Werk „Das Bierbrauen in Kulmbach“, dessen erste Ausgabe 1987 erschien und das 2014 nach jahrzehntelanger Recherche in grundlegend überarbeiteter Form veröffentlicht wurde. Darüber hinaus erforschte er unter anderem die Geschichte von Kirchen, Dörfern und Gemeinden. Mit seiner Arbeit bewahrt er wertvolles Wissen über die Entwicklung Kulmbachs und stärkt das Bewusstsein für die kulturelle Identität der Heimatstadt.


Eine besondere Auszeichnung erhielt Brigitte Angermann, die seit dem 1. Januar 2015 als Geschäftsführerin des Klinikums Kulmbach tätig ist. Mit der Silbernen Bürgermedaille würdigt die Stadt ihre maßgeblichen Verdienste um die Entwicklung und Zukunftssicherung des Klinikums sowie um die medizinische Versorgung der Bevölkerung.

Unter Brigitte Angermanns Geschäftsführung wurden wichtige Zukunftsprojekte vorangebracht. Dazu zählen die Bauvorhaben Neubau Süd und Neubau West, die Modernisierung zentraler medizinischer Bereiche, Investitionen in moderne Medizintechnik und die kontinuierliche Weiterentwicklung des medizinischen Angebots. Dies geschah in einer Zeit, in der Krankenhäuser vor erheblichen finanziellen, personellen und organisatorischen Herausforderungen stehen.

Das Klinikum Kulmbach ist ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung in der Region und zugleich einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe vor Ort. Mit ihrer fachlichen Kompetenz, ihrem Verantwortungsbewusstsein und ihrem persönlichen Einsatz trägt Angermann wesentlich dazu bei, das Haus für kommende Herausforderungen aufzustellen und die Versorgung der Menschen langfristig zu sichern. Die Silberne Bürgermedaille ist Ausdruck des besonderen Dankes und der Anerkennung der Stadt für diese Leistungen.


Oberbürgermeister Dr. Ralf Hartnack betonte, dass der Ehrungsabend eine wertvolle Gelegenheit biete, den Menschen Danke zu sagen, die sich über viele Jahre und Jahrzehnte für Kulmbach einsetzen. Er ermutigte dazu, auf dem Erreichten aufzubauen und das Engagement für die Heimatstadt fortzuführen. Wo Menschen Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten, sei Kulmbach für die Zukunft gut aufgestellt.
 

Fotoserien

Ehrungsabend der Stadt Kulmbach (DI, 20. Oktober 2026)

Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich für andere einsetzen und ihre Heimat aktiv mitgestalten, standen im Mittelpunkt des Ehrungsabends der Stadt Kulmbach. 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Kulmbach
Di, 20. Oktober 2026

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